Warum absolviert das Duo Klangzauber schon wieder einen Harfenbaukurs?!

Unser erster Harfenbaukurs im letzten Januar am Titisee im Schwarzwald war extrem spannend und hat einiges bewirkt.

Nicole wird bald nicht mehr eine reine Bläserin sein, Isabelles Begeisterung für die Harfe hat sie angesteckt. Am letzten Tag des Harfenbaukurses hatte sie sich entschieden: „Ich muss mir auch so eine Harfe bauen, und dann spielen wir Harfe im Duo“.

Aber nicht nur Nicole möchte einen Neustart auf einer Harfe versuchen, auch Isabelle hat Ihre Pläne. Sie hat im parallel zum Baukurs geführten Spielkurs die chromatische Harfe kennen gelernt. Diese Harfe ist etwas ganz Spezielles. Auf Ihr hat jeder Ton der chromatischen Tonleiter seine eigene Saite. Es braucht also keinerlei Halbtonmechanismen wie Pedale oder Klappen. Dadurch sind diese vielen Saiten nicht mehr in einer, sondern in zwei sich kreuzenden Reihen angeordnet. Die Spielart muss dadurch sehr flexibel werden, da bestimmte Saiten oben, die anderen unten, und für die Gegenhand genau spiegelbildlich gezupft werden müssen. Die ganze Beschreibung klingt zwar kompliziert, aber sobald sich Isabelles Hände eine Stunde an das Instrument gewohnt hatten, konnten sie sich nur noch schwer davon lösen. Es ist einfach faszinierend und logisch!

Da die chromatische Harfe, wie sie Isabelle im Januar entdeckt hatte, erst im Jahre 1996 von Christoph Pampuch entwickelt wurde, wird sie bis heute erst von ca. 30 Personen in ganz Europa gespielt. Das Instrument selber ist nur durch das eigene Herstellen in den Baukursen der Klangwerkstatt Markt Wald erwerbbar. Isabelle hat es sich nun zum Ziel gesetzt, dieses faszinierende und bestimmt beliebte Instrument in die Schweiz zu holen, hier zu lernen und zu lehren.

Aus diesen beiden Gründen werden Nicole und Isabelle im Sommer ihren zweiten Harfenbaukurs im Südtirol absolvieren. Gleichzeitig wird Isabelles böhmische Harfe mit Halbtonklappen bestückt werden.

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